Es gibt Orte, die man erst begreift, wenn sie fehlen. Der Sportcampus BUSHIDO war der Geburtsort der ersten Para-Judo-WM, Trainingszentrum für WM 2017 und EM 2019, Treffpunkt für 450 Athlet*innen aus 42 Nationen – und Bühne für die ganze Stadtgesellschaft. 2022 verschwand er durch einen Verwaltungsakt, ohne Prüfung, ohne Debatte. Heute liegt dort ein Lieferdienst-Lager. Nur wenige Schritte weiter verschwindet der Kölner Großmarkt. Zwei Orte, ein Muster: Vernichtung ohne Rechenschaft.

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat Para-Judoka mit intellektueller Behinderung von den Paralympics 2024 ausgeschlossen, was Diskriminierungsvorwürfe und Fragen zur Inklusion im Sport aufwirft. Die Betroffenen sehen sich durch diese Entscheidung in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung eingeschränkt und fordern Gleichbehandlung. Kritiker verlangen vom IPC, die Entscheidungsprozesse zu überdenken und die Paralympischen Spiele inklusiver zu gestalten, damit alle Athleten unabhängig von ihrer Behinderung teilnehmen können.

Klaus Gdowczok leitet ehrenamtlich den VG-Project e.V. in Köln, der den Sport geistig behinderter Menschen fördert und unterstützt. […]

Victor Gdowczok ID-Judoka mit Downsyndrom im Para Sport wurde nominiert zum Sportler des Jahres EURE STIMME ZÄHLT – […]