Es gibt Orte, die man erst begreift, wenn sie fehlen. Der Sportcampus BUSHIDO war der Geburtsort der ersten Para-Judo-WM, Trainingszentrum für WM 2017 und EM 2019, Treffpunkt für 450 Athlet*innen aus 42 Nationen – und Bühne für die ganze Stadtgesellschaft. 2022 verschwand er durch einen Verwaltungsakt, ohne Prüfung, ohne Debatte. Heute liegt dort ein Lieferdienst-Lager. Nur wenige Schritte weiter verschwindet der Kölner Großmarkt. Zwei Orte, ein Muster: Vernichtung ohne Rechenschaft.